| Meine WIKING-Story | Meine persönliche Rollei-Story |
|
Meine "Rollei-Schätze"
Die Königin unter den KB-Kameras: SL 2000 F (links vo.) 2 x SL 35 E mit Motor und mit Winder. Rechts meine erste SL 35 ME. Dahinter: Tele-Ennalyt 4,5/400; Rolleinar 2,8/80-200; 2,8/135; Carl Zeiss Distagon 2,8/16 Fisheye |
Anfang der 50er Jahre wohnte meine Familie in Braunschweig.
Mein Vater war bei Voigtländer in der "Hollerith-Abteilung" als
Tabellierer/Programmierer beschäftigt. Erst viel später, als Lehrling
kaufte ich mir eine gebrauchte Sucherkamera - eine Vito B, natürlich von
Voigtländer. Das war eine mit eingebautem Belichtungsmesser und damit viel
besser, als die Belichtung mit einem seperaten Gerät zu messen und die
Werte auf die Kamera zu übertragen. Für die paar Aufnahmen, die ich damals
knipste, langte das. Moppedfahren zur Braut war angesagt. Später dann - als
Student - hatte ich eine Voigtländer Bessamatic. Es war meine erste
Spiegelreflex-Kamera, gebraucht von zweiter Hand - für's kleine Geld. Nur
Zusatzobjektive, wie Weitwinkel oder Tele hatte ich keine. Sie waren für
mich zu teuer, damals. Kataloge der grossen Versandhäuser wurden gewälzt.
Bei Quelle gab es günstige Revueflex mit M42-Anschluss. Das muss so Mitte
der 70er Jahre gewesen sein. Aber da bekam ich eine Rollei Spiegelreflex-Kamera -
die SL 35 ME - mit 1,8/50er Objektiv.
Damit war ich "angekommen". Für mich war Voigtländer immer so wie Volkswagen, aber Rollei war wie Porsche. Zu Leica oder Hasselblad hatte ich keine gefühlsmässige Bindung. Aber eine wichtige Sache habe ich gelernt: das Foto wird im Objektiv gemacht! Und da war eine Rollei-Kamera und ein Objektiv von Carl Zeiss eine "göttliche" Kombination. Heute sind meine gesamten Rollei-Schätze nur noch ein paar hundert Euro wert - wenn überhaupt - gegen ca 5000 Mark was sie vor ca 30 Jahren gekostet haben. Die neue Digi-Technik hat alles ziemlich wertlos gemacht. |